Diese Seite ist ein Ableger der Homepage Bergwandern in den Alpen von München
mit der Bahn.Wie die historische Seite und die Seite der
berühmten Wanderer schweift (wandert) sie etwas vom
eigentlichen Thema der Tourenpanung ab.
An dieser Stelle kommen Philosophen zum Thema Wandern und Naturerfahrung zu Wort. Eine
kleine, nicht-repräsentative und willkürliche Auswahl. Mehr Texte gibts bei Projekt Gutenberg .
Henri Bergson
Während der Wissenschaftler, der gezwungen ist, von der Bewegung Momentaufnahmen
zu machen und Wiederholungen von dem, was sich nicht wiederholt,
zusammenzustellen, immer darauf bedacht ist, die Wirklichkeit in den
verschiedenen Schichten, in denen sie sich entfaltet, in bequemer Weise
zu teilen, um sie der technischen Einwirkung des Menschen zu unterwerfen,
um die Natur zu überlisten in einer Haltung des Misstrauens und der
Kampfbereitschaft, behandelt sie der Philosoph als Kameradin.
Denken und Schöpferisches Werden
Im Zweifelsfalle weiterwandern.
Zitiert aus Freddy Langer: So weit. So gut. Büchergilde Gutenberg 1999
Näheres zum Künster auf seiner Internetseite: www.hamish-fulton.com
Immanuel Kant
In Gebirgen sind die Menschen dauerhaft, munter, kühn, Liebhaber der
Freyheit und ihres Vaterlandes
Immanuel Kant's physische Geographie
Georg Christoph Lichtenberg
Wenn man die Natur als Lehrerin und die armen Menschen
als Zuhörer betrachtet, so ist man geneigt, einer ganz sonderbaren
Idee vom menschlichen Geschlechte Raum zu geben. Wir
sitzen allesamt in einem Collegio, haben die Prinzipien, die nötig
sind, es zu verstehen und zu fassen, horchen aber immer mehr
auf die Plaudereien unserer Mitschüler als auf den Vortrag der
Lehrerin. Oder wenn ja einer neben uns etwas nachschreibt, so
spicken wir von ihm, stehlen, was er selbst vielleicht undeutlich
hörte, und vermehren es mit unsern eigenen orthographischen
und Meinungsfehlern.
Vermischte Schriften
Aufwärts
"Wie komm ich nur den Berg hinan?"-
Steig nur hinauf und denk nicht dran!
Die fröhliche Wissenschaft
Weltklugheit
Bleib nicht auf ebnem Feld!
Steig nicht zu hoch hinaus!
Am schönsten sieht die Welt
Von halber Höhe aus.
Die fröhliche Wissenschaft
So gehen auch die Menschen in die grosse Natur, nicht um sich zu finden,
sondern um sich
in ihr zu verlieren und zu vergessen. Das »Ausser-sich-sein« als
Wunsch aller Schwachen und Mit-sich-Unzufriedenen.
Aus dem Nachlass der Achtzigerjahre
Der Wandrer
»Kein Pfad mehr! Abgrund rings und Totenstille!«
So wolltest dus! Vom Pfade wich dein Wille!
Nun, Wandrer, gilts! Nun blicke kalt und klar!
Verloren bist du, glaubst du - an Gefahr.
Die fröhliche Wissenschaft
910. Je höher Berg, je tiefer Tal.
911. Es war kein Berg so hoch, das Tal war so niedrig.
912. Lobe die Berge und bleib in der Ebene.
913. Berg und Tal kommen nicht zusammen, aber Menschen.
914. man muß nicht alle Berge ebnen wollen.
915. Kommst du nicht auf den Berg, so bleib doch nicht in der Ebene.
916. Wenn's auf dem Berg gereift hat, so ist im Tal alles erfroren.
917. Hinter dem Berge wohnen auch Leute.
918. Die Alten sollen das Bergsteigen den Jungen befehlen.
919. Gemach fährt den Berg hinauf.
920. Bergab leite mich, bergauf schone mich, in der Ebene brauche mich, sagte das Pferd.
921. Bergauf sachte, Bergab achte, Gradaus trachte.
922. Steile Berge hinansteigen fordert im Anfang langsame Schritte.
923. Sprich nicht hui, eh du über den Berg kommst
Sprichwörter mit "Wandern":
11177. Was man nicht erlernt, kann man erwandern.
11178. Wenn der Wanderer getrunken hat, wendet er dem Brunnen den Rücken zu.
11179. Der beste Wanderer muß vorangehen.