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Auf insgesamt 35 Erläuterungs-Tafeln entlang dieser Wege wird anhand von Zeichnungen und leicht verständlichen Texten die Entstehung der Alpen und ihr Schicksal im Laufe der Zeit beschrieben. Dazu gibt es ein Buch von Dr. Lutz Kreutzer für 19,80 DM.
1.: Der Gipfelweg (16 Erläuterungs-Tafeln)
2:30 Stunden (Rasten bei den Tafeln einkalkuliert)
Vom Bergbahnhof der Wendelsteinbahnen führt der Weg nach Osten zur Wendelsteinkirche, die als höchste Kirche Deutschlands an einem Felssporn zu kleben scheint. Bis zum Gipfel des Wendelsteins (Höhenunterschied 113 m) schlängelt sich der gut ausgebaute Pfad entlang dem löngst Stein gewordenen Korallenriff, das hier vor 230 Millionen Jahren gewachsen ist.
Kurz unterhalb des höchsten Punktes wird das grandiose Panorama erklärt: Vom Wilden Kaiser im Südosten über den Großglockner und Großvenediger im Süden schweift der Blick über die Zillertaler Alpen bis zum Karwendel und Wettersteingebirge mit Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze. Der Weg führt vorbei an der Sternwarte und dem großen Windgenerator auf dem Ostgipfel und bietet eine faszinierende Aussicht von Rosenheim bis Wasserburg, auf die Chiemgauer Berge und die naheliegenden Gipfel. Schließlich endet der Rundgang am Eingang der Höhle des Berges, die als Abschlußbonbon besichtigt werden kann.
Die 300 m lange Wendelsteinhöhle wurde 1864 entdeckt und gehört zu einem Höhlensystem, von dem der Gipfel durchzogen ist. Sie ist je nach Witterung etwa von Juni bis Oktober geöffnet. Bitte halten Sie ein Markstück für das automatische Drehkreuz bereit.
2.: Rundweg Wendelsteinalmen (10 Erläuterungs-Tafeln)
2:30 Stunden (Rasten bei den Tafeln einkalkuliert)
Vom Bergbahnhof führt ein schmaler Steig nach Süden unterhalb der Seilbahn steil bergab. Nach zweihundert Höhenmetern erreicht man einen bewaldeten Rücken (Wasserscheide) und wendet sich nach Osten Richtung Bayrischzell. Der Pfad bringt uns zum Sonnenkraftwerk und an bizarren roten Felsen vorüber zu einer sanften Einkerbung zwischen Wendelstein und Bockstein. Dahinter liegt das vom Gletscher der letzten Eiszeit ausgeschürfte Kar der Wendelsteinalmen. Oberhalb der Almhäuser beschreibt eine Panorama-Tafel den faszinierenden Bau der Wendelstein-Südwand. Der Rundweg leitet nun in Richtung Nordosten leicht bergan zur zeller Scharte. Ab hier schlängelt sich der felsige Steig empor und quert die Trasse der Zahnradbahn, von wo aus man in kurzer Zeit die Kirche erreicht.
4.: Weg zur Mitteralm (1200 m) (7 Erläuterungs-Tafeln)
2:30 Stunden (Rasten bei den Tafeln einkalkuliert)
An der Kirche biegt der Weg Richtung Brannenburg zur Zeller Scharte ab. Die ersten drei Erläuterungstafeln decken sich mit den letzten des Rundwegs Wendelsteinalmen. Von der zeller Scharte wenden wir uns nach Norden und beschreiten den eindrucksvollen Weg zwischen Soinwand und Reindler Alm, wobei die Trasse der Zahnradbahn gequert wird. Die Alm liegt in einem Moränen-Kessel; hier hat ein längst vergangener kleiner Gletscher seine Formen in die landschaft geschrieben. Der Weg führt nach Osten bergab bis zu den Almböden der Mitter-Alm, die einen erstklassigen Blick auf die atemberaubende Streckenführung der Zahnradbahn gestattet.